An Christi Himmelfahrt fand traditionell das Schützenfest der Schützenbruderschaft St. Hubertus Reckenfeld statt. Um 9.30 trafen sich die Schützen, um gemeinsam die Schützenmesse zu feiern. Diese wurde von Pfarrer Clemens Döpker zelebriert, der auch der Verstorbenen der Schützenbruderschaft gedachte.

Mittags wurden die amtierenden Majestäten bei der Brudermeisterin Bianca Thünemann ausgeholt. Angeführt wurde der Umzug vom Spielmannszug Bahnhof Greven. Anschließend marschierte man zur Dorfmitte, um am Mahnmal einen Kranz zur Erinnerung an die Verstorbenen der Bruderschaft niederzulegen. Bianca Thünemann sprach ein paar eindringliche Worte an die Anwesenden.

Vor dem Seniorenheim Haus Marienfried wurden die Schützen bereits von den Bewohnern erwartet. Fähnchen schwingend begrüßten Sie die Schützen und luden diese zu einem Umtrunk ein. Spielmannszug und Bruderschaft bedankten sich mit einem Ständchen. Dann ging es auf die letzten Meter zum Festplatz. Dort ließ Oberst Lothar Reichhardt die Schützen wegtreten, damit sie ihren Durst stillen konnten. Die Jungschützen starteten mit Verspätung mit ihrem Vogelschießen. Da der zähe Bursche aber einfach nicht fallen wollte, wurde kurzerhand die Säge angesetzt und seinen letzten Minuten waren gezählt. Leon Schnieders. einem der jüngsten, war es vergönnt, den letzten Schuss zu machen. Nach 336 Schuss war der Vogel unten und Leon total happy. Währenddessen lief das gesellige Treiben auf dem Festplatz weiter. Neben den üblichen erfrischenden Getränken gab es natürlich Leckeres vom Grill, so wie ein reichhaltige Kuchenbuffet. Für die Kinder gab es eine riesige Hüpfburg, ein Glücksrad und eine Candy-Bar. So waren jung und alt gut versorgt. Alle Altersgruppen waren vertreten.

Nachdem der zweite Vogel hochgezogen worden war, startete das Vogelschießen der „Großen“. Hatte es erst den Anschein, dass der Vogel genau so zäh war, wie der der Jungschützen, entwickelte er plötzlich ein Eigenleben und drehte sich auf die Seite! Das hätte er besser nicht getan! So platziert, bot er den Schützen eine perfekte Angriffsfläche! Nach 391 Schuss war es dem Erbauer des Vogels, Sven Körner, vorbehalten, ihm den Rest zu geben!

Groß war die Freude! Auch beim Vorstand! Der Plan, vor dem Dunkelwerden fertig zu werden, ging tatsächlich auf! Bei der anschließenden Proklamation wurden zuerst die Schützen geehrt, die die Insignien des Vogels abgeschossen hatten. Leon Schnieders für das Zepter, Phil Körner für den Apfel und Alexander Dömer für die Krone. Leon Schnieders bekam unter dem Jubel der Anwesenden die Königskette der Jungschützen umgehängt. Er nahm sich die amtierende VSG-Jugendkönigin Lea-Christin Lengsfeld zur Königin.


Beim Vogel der Senioren sicherten sich die Insignien Christiane Nytz, Zepter, Daniel Langecker, Krone und Hendrik Nytz, Apfel. Nun wurde durch Bianca Thünemann der neue Schützenkönig Sven Körner proklamiert, der sein Glück noch gar nicht richtig fassen konnte! Als seine Königin erwählte er Nicole Hruschka. In den Hofstaat wählte er Marie Schleusener und Daniel Lang- ecker, sowie Christiane und Hendrik Nytz. Die anschließende Runde des neuen Schützenkönigs wurde dankend angenommen wurde. Bevor sich alle auf den Weg zum gemeinsamen Schinkenschnittchen-Essen beim neuen König machten, wurde der Festplatz aufgeräumt. Es war ein sehr schönes Fest, das am Freitag mit der Ermittlung des Schinkenkönigs und der Stritzkönigin weitergeführt wurde. Christiane Nytz schoss sich einen leckeren Schinken und Marcus Zuchowski wurde Stritzkönig!

Am Freitag Abend gab es einen Umzug durch den Ort, bevor im Deutschen
Haus zum Königsball geladen war. Am Samstag wurde der Festplatz wieder aufgeräumt und
anschließend der Suppenkönig ermittelt. Diesen Titel sicherte sich Manuela Schmidt. Der offizielle Ausklang des Schützenfestes fand mit dem gemeinsamen Hexen am Deutschen Haus statt.

Geschrieben von E. Reichhardt